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Ehrenfriedhof

Krieggräberfürsorge

Alle in Merzenich beerdigten Kriegstoten ruhen auf dem Ehrenfriedhof (der Kriegsgräberstätte) an der alten Kirchenruine oder auf Wunsch der Angehörigen in Wahlgräbern auf dem Gemeindefriedhof an der Dürener Straße. Die Gräber müssen nach dem Gräbergesetz dauernd bestehen bleiben; die Kriegstoten haben, wie der Volksmund sagt „ewiges Ruherecht“.

13 Beerdigte waren unbekannt. Ihre Gräber sind auf Regierungsanordnung am 2.09.1965 geöffnet worden. Nach den Öffnungsprotokollen konnten von 5 die Namen und zum Teil auch die Anschriften der Angehörigen noch festgestellt werden.

 

In der geschlossenen Anlage des Ehrenfriedhofs ruhen in 70 Einzelgräbern

32 deutsche Soldaten

8 unbekannte deutsche Soldaten

19 Bombenopfer

4 Minenopfer

3 polnische Kriegsgefangene
1 polnische Arbeiterin

1 Separatistenopfer (Merzenicher Bürger, der als Unbeteiligter bei den Separatistenkämpfen 1923 in Düren ums Leben gekommen ist).

1 Soldat, der vom Franzosenfriedhof Auf der Heide überführt worden ist,

in einem Sammelgrab 3 russische Kriegsgefangene aus dem ersten Weltkrieg 1914-1918

Der Ehrenfriedhof war zunächst nach ortsüblicher Art angelegt.

Die Gräber hatten Holzkreuze.

Im Sommer 1965 ist die Anlage nach den Richtlinien des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gestaltet worden.

In der Mitte steht jetzt ein über 2 m hohes Steinhochkreuz; die Grabsteine sind aus wetterfestem Ruhrsandstein und die Wege mit Steinplatten belegt. Im Abschlussbericht des Volksbundes ist die Anlage „durch die besondere Lage an der alten Kirchenruine“ als „sehr eindrucksvoll“ bezeichnet .

In Wahlgräbern auf dem Gemeindefriedhof ruhen 5 deutsche Soldaten und 2 zivile Kriegstote.

7 in deutscher Kriegsgefangenschaft verstorbene französische Soldaten waren auf einem besonders dafür angelegten Gräberfeld (Franzosenfriedhof genannt) Auf der Heide beerdigt. Auf Anordnung der französischen Militärmission wurden die Gräber am 7.04.1948 geöffnet. Anwesend waren 2 französische Offiziere, Dr. Peter Dinslage als zugezogener Arzt, Amtmann Weiser für die Amtsverwaltung und der Friedhofswärter. Ein Grab mußte wieder geschlossen werden, weil die Offiziere an der französischen Staatsangehörigkeit des Soldaten zweifelten. Die 6 anderen wurden identifiziert und abtransportiert.

Nach längeren Recherchen auf französischer wie auch auf deutscher Seite hat die französische Militärmission in Göttingen schließlich der Beerdigung des letzten Soldaten vom Franzosenfriedhof auf dem Ehrenfriedhof an der alten Kirchenruine zugestimmt. Die Überführung und Beerdigung geschah am 15.11.1955. Dabei waren anwesend: der französische Attache Desfarge mit Begleitoffizier, Dr. Peter Dinslage, Amtmann Weiser, Friedhofswärter Ludwig Hamboch, 4 Gemeindearbeiter und der Leichenbestatter Lüssem, der den Sarg geliefert und die Leiche transportiert hat. Auf dem Ehrenfriedhof nahm Pfarrer Winkhold die Einsegnung vor und sprach die Grabgebete. Attache Desfarge dankte in einer kurzen Ansprache für die gute Pflege aller Franzosengräber in Merzenich und die von ihm nicht erwartete würdige Bestattungsfeier.

In einem Massengrab neben dem Franzosenfriedhof Auf der Heide waren russische Kriegsgefangene in unbekannter Zahl beerdigt. Sie waren aus dem Gefangenenstammlager (Stalog) Arnoldsweiler dorthin gebracht worden. Statt mit der Zahl der Toten wurde das Massengrab mit der Bodenfläche geführt, unter der die Beerdigten vermutet wurden; das waren 578,25 qm.

In der Pflege hat die Gemeinde das Russengrab den anderen Kriegsgräbern unbedingt gleich gehalten. Ein Beweis dafür ist ein Schreiben der damaligen Kommunistischen Partei -Arbeitsgebiet Düren - vom 20.10.1953 an die Amtsverwal­tung Merzenich. Darin steht u. a. wörtlich: „Die Dürener Bürger und die Delegationen aus anderen Kreisen, die an der Gedenkstunde an den Massengräbern sowjetischer Soldaten am 14.9.1953 teilnahmen, beauftragten mich, Ihnen in ihrem Namen herzlichen Dank auszusprechen für die aufgebrachte Sorgfalt und Mühe bei der Pflege der Grabstätte und des Ehrenmals“.

Das Ehrenmal war ohne Wissen der Gemeinde und der Amtsverwaltung aufgestellt worden. Wer den Stein, wann und auf wessen Veranlassung aufgestellt hat, ist unbekannt geblieben; er war ca. 1,70 x 1 m groß. Im oberen Teil war das Hoheitszeichen der UdSSR angebracht, darunter eine Inschrift in russischer Sprache eingemeißelt, in deutsch übersetzt: „Hier sind … (die Zahl fehlte) sowjetische Bürger beigesetzt, die in faschistischer Sklaverei umgekommen sind 1941-1945“.

Im Juli 1957 sind alle in dem Massengrab beerdigten russischen Soldaten auf Anweisung des Innenministers NW ausgehoben und auf den Zentralfriedhof in Rurberg überführt
worden. Nach den Umbettungsprotokollen waren es 1552. Die Ausführung war einer Spezialfirma übertragen. Von der Amtsverwaltung und der Gemeinde waren zur ortsbehördlichen Überwachung abgeordnet: Amtmann Weiser und Friedhofwärter Ludwig Hamboch.

 

Auszug aus

Mitteilungsblatt der Gemeinde Merzenich
vom 20.02.1987

Die Gefallenen und Vermißten

Die Gefallenen

 

Name

Vorname

   

Name

Vorname

1

Arnolds

Nikolaus

 

45

Linzenich

Erich

2

Außem

Heinrich

 

46

Lüssem

Peter Josef

3

Bendt

Karl

 

47

Lüttgen

Markus

4

Beyel

Margarete

 

48

Meller

Johann August

5

Beyel

Maria

 

49

Meller

Walter

6

Blank

Heinz

 

50

Merkens

Hans

7

Blatzheim

Fr.-M.

 

51

Moll

Willi

8

Blatzheim

Fr.

 

52

Müller

Hubert

9

Blatzheim

Fr.

 

53

Nießen

Jakob

10

Blum

Gerhard

 

54

Nolden

Jacob

11

Brandt

Martin

 

55

Oepen

Friedrich

12

Brandt

Gerhard

 

56

Oepen

Edmund

13

Braun

Willi

 

57

Olbertz

Peter

14

Braun

Wilhelm

 

58

Pilartz

Goswin

15

Büchel

August

 

59

Pohl

Josef

16

Claßen

Heinrich

 

60

Pohl

Mathias

17

Clemens

Math.

 

61

Pohl

Georg

18

Decker

Christian

 

62

Rech

Johann

19

Deirer

Willi

 

63

Reimer

Berta

20

Engels

Heinrich

 

64

Reimer

Ferdinand

21

Engels

Konrad

 

65

Reimer

Josef

22

Esch

Johann

 

66

Roßbroich

Johann

23

Esch

Josef

 

67

Rothkopf

Michael

24

Fuß

Fritz

 

68

Schiffer

Peter

25

Geuer

Franz

 

69

Schiffer

Goswin

26

Goergen

Heinz

 

70

Schillberg

Ottilia

27

Gooßens

Johann

 

71

Schinchen

K.-J.

28

Gottschalk

Heinrich

 

72

Schmitz

Kaspar

29

Hamboch

Wilh.-A.

 

73

Schnitzler

J.

30

Hamboch

Heinrich

 

74

Schüller

Josef

31

Heidbüchel

Mathias

 

75

Schumacher

R.

32

Heller

Anton

 

76

Schumacher

M.

33

Kley

Peter

 

77

Sieben

Josef

34

Knuck

Karl

 

78

Stark

Julius

35

Körffer

Friedrich

 

79

Steffens

Franz

36

Krug

Josef

 

80

Vichten

Werner

37

Kürschgen

Hch.

 

81

Wallraff

Peter

38

Kurth

Anton

 

82

Werres

Peter

39

Kurth

Christian

 

83

Wimmer

Heinrich

40

Kurtscheidt

Hch.

 

84

Wimmer

Agnes

41

Kütsch

Willi

 

85

Wimmer

Reinhard

42

Laskowski

Peter

 

86

Wolkenart

Michael

43

Leibel

Willi

 

87

Wolkenart

Johann

44

Lilack

Inge

 

88

Zimmermann

H.

Die Vermißten

 

Name

Vorname

1

Assmann

Herbert

2

Außem

Adam

3

Berger

Josef

4

Beyel

Hubert

5

Bläßer

Franz

6

Blatzheim

Hans

7

Böhr

Severin

8

Böhr

Peter

9

Böhr

Paul

10

Bojahr

Gustav

11

Bojahr

Fritz

12

Breuer

Josef

13

Eichler

Adam

14

Finke

Georg

15

Fuchs

Franz

16

Goergen

Georg

17

Goergen

Christian

18

Jonas

Michael

19

Kley

Adolf

20

Kley

Karl

21

Kley

J.-Mathias

22

Klütsch

Reiner

23

Körffer

Josef

24

Küpper

Johann

25

Kürschgen

Hch.

26

Kurth

Josef

27

Kurth

Martin

28

Laskowski

A.

29

Meller

Arnold

30

Meller

Mathias

31

Nicolin

Erich

32

Pelzer

Johann

33

Pingen

Werner

34

Reimer

Wilhelm

35

Roderburg

Edm.

36

Rothkopf

Josef

37

Rövenich

Josef

38

Schiffer

Franz

39

Stein

Nikolaus

40

Suhr

Albert

41

Thönnes

Franz

42

Trübisch

Peter

43

Vuolon

Bernh.

44

Wahl

Wilhelm

45

Werker

Barthel.

46

Wimmer

Wilh.

47

Zoll

Mathias

Kriegsgräber 1-14

Nr

Name

Vorname

     

1

Unbekannter

Soldat

     

2

Unbekannter

Soldat

     

3

Hermann

Aloys

 

18.04.1942

 

4

Brandt

Martin

31.07.1913

05.10.1944

x

5

Lingenbach

Christian

03.03.1921

20.09.1944

 

6

Sievert

Friedrich Wilh.

01.08.1926

23.02.1945

 

7

Schnell

Werner

12.05.1912

23.02.1945

 

8

Rütz

Walter

 

23.02.1945

 

9

Mittnacht

   

23.02.1945

 

10

Köcher

Hein

14.09.1919

23.02.1945

 

11

Müller

Paul

10.10.1912

25.03.1944

 

12

Meller

Paul

15.06.1903

29.07.1940

 

13

Werres

Peter

14.05.1911

15.10.1944

x

14

Heidbüchel

Matthias

27.05.1907

30.07.1944

x

 

Kriegsgräber 15-27

Nr

Name

Vorname

     

15

Holg

Kurt

20.11.1913

04.12.1944

 

16

Wandel

Martin

07.10.1909

   

17

Stojnsek

Heinrich

12.07.1918

11.12.1944

 

18

Springborn

Erich

24.12.1918

Feb 45

 

19

Lempke

Emil

28.12.1913

05.12.1944

 

20

Hauser

Johann

22.07.1919

05.12.1944

 

21

Schomburg

Hermann

23.10.1924

05.11.1944

 

22

Knolle

Karl

04.06.1907

16.11.1944

 

23

Unbekannter

Soldat

     

24

Unbekannter

Soldat

     

25

Unbekannter

Soldat

     

26

Unbekannter

Soldat

     

27

Wolber

Peter

01.07.1923

   

 

Kriegsgräber 28-40

Nr

Name

Vorname

     

28

Demmer

Wilhelm

24.08.1924

23.12.1944

 

29

Unbekannter

Soldat

     

30

Reincke

Robert

01.03.1916

17.12.1944

 

31

Teichröb

Peter

03.02.1926

25.02.1945

 

32

Pack

Werner

23.04.1926

21.11.1944

 

33

Schimming

Werner

18.09.1922

22.11.1944

 

34

Brandis

Werner

12.11.1919

21.11.1944

 

35

Schiller

Herbert

31.07.1923

21.11.1944

 

36

Kreikenbohm

August

12.06.1906

Feb 45

 

37

Schneider

Johannes

03.02.1906

05.12.1944

 

38

Felix

Flavian

19.04.1926

05.12.1944

 

39

Krüger

Hans

21.01.2022

Feb 45

 

40

Unbekannter

Soldat

     

 

Anmerkung

     

Die mit x versehenen Namen finden sich auch in der Liste der Gefallenen und Vermißten wieder.

Kriegsgräber 41-53

Nr

Name

Vorname

     

41

Schiffer

Engelbert

14.02.1914

11.11.1939

 

42

Koerffer

Michael

10.03.1907

06.09.1947

 

43

Krings

Matthias

07.08.1879

24.11.1923

 

44

Oepen

Edi

30.05.1930

11.11.1944

 

45

Kurth

Christian

10.11.1898

16.11.1944

x

46

Bünger

Franz

23.06.1923

13.05.1944

 
 

Steffens

Karl

23.10.1910

03.07.1942

 

47

Oepen

Josef

23.08.1934

11.09.1945

 

48

Böhr

Theo

29.06.1934

11.09.1945

 

49

Keldenich

Heinz

25.01.1934

11.09.1945

 

50

Hinzen

Hans

29.03.1939

03.03.1945

 
           

51

Koerffer

Franz

08.01.1913

16.11.1945

 

52

Kohl

Lambert

25.12.1894

16.11.1944

 

53

Fries

Matthias

20.02.1888

16.11.1944

 

 

Anmerkung

     

Die mit x versehenen Namen finden sich auch in der Liste der Gefallenen und Vermißten wieder.

Kriegsgräber 54-70

Nr

Name

Vorname

     

54

Sponke

Klara

     

55

Geuenich

Matthias

21.06.1915

15.10.1944

 

56

Karbig

Josefa

     

57

Unbekannte

russ. Kriegsfefangene

   

58

Beyel

Maria

24.08.1928

16.11.1944

x

59

Braun

Wilhelm

27.04.1887

21.07.1944

x

60

Beyel

Margarete

   

x

61

Heller

Anton

18.11.1902

22.05.1946

x

62

Kabulina

Anastasia

14.01.1887

14.08.1944

 
 

Kowalewski

Wladislaus

24.05.1905

05.07.1942

 

63

Roszak

Stanislaus

03.11.1906

19.07.1942

 
 

Bakula

Peter

11.07.1903

15.06.1940

 

64

Pilartz

Heinz

29.11.1929

28.09.1944

 

65

Kürschgen

Heinz

28.01.1930

28.09.1944

 

66

Reimer

Josef

24.01.1930

28.09.1944

x

67

Pohl

Matthias

25.03.1928

29.09.1944

x

68

Johnen

Peter

     

69

Driever

Paula

     

70

Hausmann

Anna

19,12.1924

16.11.1944

 

 

Anmerkung

     

Die mit x versehenen Namen finden sich auch in der Liste der Gefallenen und Vermißten wieder.